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Donnerstag, 28. Juni 2012

Was ist ZAHL?


Zahlen-Quantität: Zahlen zum Zählen


Um eine Menge zählen zu können, braucht es Unterscheidung, Differenzierung, Abgrenzung welcher Art auch immer. Ist alles gleich oder eins (1), lässt es sich auch nur als das EINE wahrnehmen. Zählen setzt Unterscheidung oder Abgrenzung voraus.

Schlussfolgerung: Eine Zahl steht ergo für ein sich durch Eigenart, Verschiedenheit, Individualität oder Abgrenzung wahrnehmbares Etwas.

Eins (1) kann aber auch zwei (2) sein oder vier (4) oder unendlich. Fragt man einen Blinden, wieviele Teile auf einer Waage sind, die genau 100g anzeigt, so kann er darauf keine verlässliche Antwort geben. Es könnte ein (1) Apfel sein oder 10 Kirschen à 10g oder 50 Teilchen, die jeweils 2g auf die Waage bringen.

Schlussfolgerung: Anzahl (Menge) setzt Wahrnehmung voraus. Was sich als EIN(S)HEIT versteht, kann durchaus Verschiedenheit, Individualität sein.

Ist die Zahl selbst als ein Teilchen zu verstehen mit einem bestimmten Masseanteil, einer Grösse, bestimmten Eigenschaften, die sie als solches von einer anderen Zahl unterscheidet? Oder ist die Zahl lediglich eine geschaffene, digitale Hilfsgrösse, um den Dingen Gesetzlichkeit, Proportion, Vergleichbarkeit zu geben, im Sinne einer menschengemachten Beurteilbarkeit und Festlegung, etwas sei so oder anders?

Drei (3) Äpfel wiegen beispielsweise 300g. Wiegen diese Äpfel jetzt mehr, weil sie drei sind oder wiegen sie auch 300g ohne dass ich erkennen kann, dass es drei (3) sind? Die Anzahl 3 oder auch die Zahl DREI (3) hat weder Gewicht noch sonst eine Aussage, ausser der Tatsache, dass sie auf Unterschiedlichkeit und Abgrenzung hinweist.

Schlussfolgerung: Zahlen selbst haben kein Gewicht. Sie dienen ausschliesslich der Beschreibung einer Situation. Eine Zahl sagt nicht zwangsläufig etwas aus über die Eigenart, die Besonderheit, die Dynamik, ausser sie wird in Zusammenhang gebracht mit Bewegung, Konsistenz, Temperatur oder sonstiger Veränderlichkeit.



Diese Abbildung wurde am 16.07.2012 ausgetauscht.


Zahlen-Qualität: das Zahlengesetz

Gibt es ein Zahlengesetz, in dem Zahlen als sogenannte Axione eine bestimmte Rolle spielen, miteinander kommunizieren, als Komplementäre einander in Vollkommenheit ergänzen und zwangsläufig selbstbestimmend wie selbstregelnd sich (ihr SELBST) ausbalancieren?

Gibt es überhaupt Vollkommenheit? Könnte diese Vollkommenheit noch eine Steigerung erfahren oder würde diese höchste Wahrnehmungsstufe das Ende sein (SEIN / EIN-S-EIN) einer Art „Jakobsleiter“ mit der Konsequenz eines sich Auflösens im Nirvana eines Nichts?

Wieviele Zahlen bräuchte es im Basis-Lager, um im Zusammenspiel unendliche Verschiedenheit zu ermöglichen, die dennoch eine – durch das Zahlengesetz bedingte – TQR (Theosophische Quersummen Reduktion) Quersummen-Identität (Ähnlichkeit) aufweisen?

Entstehen diese Zahlen sozusagen aus dem Nichts mit der Neigung, sich wieder ins Nichts verflüchtigen zu können? Gibt es einen Antrieb im Sinne einer sich ausrollenden Zahlen-Logik? Und wann wäre ein Zyklus beendet und gleichzeitig wieder in Start-Position? Muss man sich das als eine Ursache-Wirkung-Kette vorstellen, die zwar in unendlichem Fluss sich ausdehnt, sich aber zyklisch immer wieder einrollt, in ihre Ausgangsstellung verdichtet.

Wären solche Zahlen sogenannte Wesenheiten im Sinne einer Teilchen-Dynamik – oder sind sie lediglich als Container zu verstehen, welche sich gesetzeskonform verhalten und steuernd wie regelnd Einfluss nehmen auf alles was ist und miteinander wirkt?

Für meinen Freund Michael als Ausgangsstoff für eine Wiederaufnahme unserer Gespräche.

Dienstag, 20. März 2012

(11) Durch Teilen vermehren...


TBX – TQR – THOR – TOXO
Am Anfang ist das Eine-Alle. Will es doch nicht mehr und nicht weniger bedeuten, als dass bereits vom ersten Tag an ALLES in Existenz ist. Dieses Eine-Alle ist “unendliches Wachstum in Wandlung und Wiederkehr”. Als ein verdichtetes EINS-SEIN wird man es in seine Einzelteile teilen müssen: aus dem Meer den Strom und aus dem Strom die Quelle machen… bis Du am einzelnen Tropfen wieder angekommen bist.
Ewiges Wachstum heisst soviel wie ewiges “Vermeeren” bis hin oder zurück zur Quelle: Aus dem Eine-Allen werden zwei Hälften. Aus den zwei Hälften werden vier Viertel. Und aus den Vieren werden acht Achtel. So bist Du auf dem Weg zur Quelle bis hin zum unendlich kleinsten Teilchen, welches sich immer wieder teilen lässt.
Um ES – dieses Teil der Teilchen wieder zum All-Einen zu vereinen musst Du ES verdichten, was soviel bedeutet wie ihm eine FORM geben. Diese Form ist das GEFÄSS der TQR (Theosophische Quersummen Reduktion). Mit ihr verdichtet sich die MEERzahl wieder zur EINzahl, die Vielheit zur Einheit, das Meer zum Tropfen, die Unendlichkeit zum All-Einen…
Jedes Gefäss ist EINzigartig und doch gleicht eines dem anderen. Dank Theosophischer Quersummen Reduktion (TQR) und  Theosophischer Einaxierung (THOR) gleicht der Sohn dem Vater, die Seelen-Vielfalt dem All-Einen, das Teilchen der Welle, der innere Kern seiner äusseren Hülle, das Eine dem Anderen… nur Theosophische Wahrnehmung (TOXO) weiss zu differenzieren und aus dem Masse-Körper die Einzigartigkeit eines Jeden zu erkennen.
Unendliches exponentielles Wachstum durch Teilen und Verdichten oder Explosion und Implosion wird zur Formel « o1 – 2 – 4 – 8 – 7 – 5 – 1o ». Denn 1/16 lässt sich zur 7 verdichten, 1/32 zu 5 und 1/64 bereits wieder zur EINS.
Wachstum bis zur «Acht», mehr geht nicht. Denn mit der Acht (Lemniskate) ist das Gesetz vom “ewigen Wachstum in Wandlung und Wiederkehr” als TBX-MATRIX erschaffen. Mehr geht nicht. Mehr braucht es auch nicht. Nur die Wahrnehmung all dessen was IST UND MITEINANDER WIRKT Jetzt, Hier und Allerorts…
Text entwickelt als THEO BASIC (11) für THEOGRAPHICA
© David McLion, 20. März 2012

Sonntag, 11. März 2012

THEO BASIX - Grundlagen zur Wahrnehmung der Schöpfung

Dieser Post wurde zuletzt am 19.03.2012 aktualisiert.
LINK zu «Management by THEO BASIX»


THEO BASIX ist ein Koordinaten-System der 3 Weltaxen “XYZ”. Die 23 Theogramme dienen dem allumfassenden Verständnis der “Theosophischen Einaxierung” und sind bewusst nur knapp mit Erläuterungen versehen. Thematische Erweiterungen / Vertiefungen wurden zwischen dem 1. und 19.. März 2012 geschaffen.


Am 18. März 2012 wurde die Google-Docs-Präsentation «Management by THEO BASIX - Über das Substrat naturkonformer Entfaltung» als LINK hinzugefügt.


Am 19. März 2012 wurde auf THEO BASIX VI erweitert. Am 20. März 2012 wurde (11) Durch Teilen vermehren hinzugefügt.


Sind diese Texte einmal verstanden, dienen die THEO BASIX allein der Verdichtung und besseren Erinnerung, vergleichbar einem Logo. THEO BASIX sind bewusst in ihrer Terminologie von esoterischen oder religiösen Begrifflichkeiten abgespalten. Ihr Wortschatz lehnt sich an Termini der Informations-Kybernetik an und soll die Grundlage bilden für ein versachlichtes Verständnis des Zusammenlebens in der Welt.

David McLion - 18.03.2012



THEO BASIX 18-19 bleiben unveröffentlicht.










Freitag, 9. März 2012

(9-10) Im Ziel vom ZWISCHEN erlöst


Ein ZWISCHEN-Ziel ist erreicht.
Du bist wieder angekommen im innersten Raum des Kerns: im Tempel des ICH BIN. Hier triffst Du den Kybernetes, den, der da lenkt die Geschicke der Welt. ER ist der Herrscher über Raum, Zeit & Zahl… aber nicht über den Freiraum Deiner persönlichen Wahrnehmung.
Denn ER IST die Wahrnehmung. Und niemand kann wirklich sehen ausser IHM. SEIN Strahl macht blind und straft all jene, die versuchen, SEIN Antlitz zu schauen. Nur ein Weg führt Dich bis in die letzte Kammer Deiner Wissbegierde. 
Zerbrich den Spiegel der Dich trennt, IHN widerspiegeln will…
Sei demutsvoll, beuge Dich, schliesse Deine Eigensicht und verschmelze für einen Moment in der Zeitlosigkeit des Nichtwissens, Nichtwollens, Nichtmüssens, Nichthabens, Nichtseins… Denn nur so kannst Du Dich machtvoll erhöhen.
Hier bist Du wiedergekehrt. Aus der Ewigkeit der Nichtzeit … Wiedergeboren aus dem Skarabäus, der Dungkugel unendlichen Lebens. Dem Umkehrpunkt “NULL” des Gezeiten-Pendels – bereit neu auszuschlagen… doch diesmal spürbar eine Oktave höher …
Zertifiziert im Zeichen ‘Q’ wie ‘Q’uantensprung. Oder ‘Q’uetzacoatl, dem Gott der Wiederkehr. Oder ‘Q’uelle des Lichttropfens, als ‘Q’uantum in ‘Q’uanta-Reihe geschaltet, Widerstände mit geneigter Fliesskraft umspülend, den eigenen Weg findend, von Zuflüssen gestärkt, im WIR stets dem Gefälle folgend…
Wachse, wandle, kehre wieder… mäandrisch, mitreisend … im Tiefgang immer neu zur Ruhe kommend … und werde Wahrnehmung dessen was wirklich IST.
Text entwickelt als THEO BASIC (9-10) für THEOGRAPHICA

Donnerstag, 8. März 2012

(8) «einS~Sein»


Die Quelle allen Seins ist Anfang & Ende in EINS. Da wo auf einer Kette ein Ende ist, ist wohl unbestritten auch ein Neubeginn.

Die Versalie "Q" in ihren variablen Schreibweisen als Kombination von Kreis und Strich oder Wellenlinie birgt das offene Geheimnis von Teilchen und Welle. Wiederum ist es die Wahrnehmung, die den Unterschied macht. Sie lässt uns die Wahl, das Selbe so oder anders zu sehen.
Alles ist Eines, wäre da nicht die Wahrnehmung, die uns vor die Wahl stellt, die Welt aus verschiedenen Standpunkten sehen zu können.

Wahrnehmung ist in Wirklichkeit die Schlange des Sowohl-als-auch. Wahrnehmung wird so gesehen zum sich amüsierenden Schalk im Auge des Betrachters.

Wahrnehmung allein bietet die Chance, sowohl zu unterscheiden, als auch zu vereinen. Sie ist Abstand und Verbindung in Gleichzeitigkeit. Sie ist tangentiale Verbindung. Sie ist der Zwitter, androgyne Wesenheit, das Paradoxon, die eine Wesenheit mit den zwei Gesichtern, die uns vor die Wahl stellt, das Eine so oder anders zu bewerten.

Wahrnehmung als die Mutter der Diplomatie. Wahrnehmung als der Vater allen Zwistes. Wahrnehmung als die Chance der Vereinigung - als das Bindeglied der unendlichen Verkettung des Einen mit dem anderen Einen zum zeitlosen "einS~Sein"...

Text entwickelt als THEO BASIC (8) für THEOGRAPHICA

Mittwoch, 7. März 2012

(7) Vom Ursprung des SEIN


Ohne Wahrnehmung ist die Welt, wenn überhaupt, nur eine dunkle Vorahnung, gepaart mit Selbstzweifel und Antriebslosigkeit. Wie ausgeblendet scheint die Vorstellung von dem, was Sein sein könnte, Sinn mache zu erschaffen:
Ein Schöpfergeist ohne Lichtblick ist schwer vorstellbar, doch ist es das, in das Du immer wieder zurück geworfen wirst, wenn Deine Obergrenze WACHSTUM erreicht ist. Der selbst erbaute Turm bröckelt, bricht, zerfällt in seine Einzelteile.
Du verlierst den Überblick, es wird dunkel um Dich herum, einsam und kalt…
Du bist wieder angekommen. Auf dem Urgrund allen SEINs. Wahrnehmungslos. In der Tiefe Deines Selbst. Zeit existiert hier nicht und doch ist da etwas im Dunkel um Dich herum, das beginnt an Dir zu rütteln, Dich aufweckt, ermuntert, Dir Zuversicht einflösst, Dich ermutigt, Dir Augen und Ohren wieder öffnet, Dich spüren lässt, dass Du kannst wenn Du nur willst… Dich wahrnehmen lässt, dass Dein SELBST der Schöpfer ist.
Und plötzlich öffnen sich wieder alle Tore dieser Welt, Du kehrst zurück, nimmst Teil am Ganzen, brütest über neuen Plänen vom Turm der Türme, bist voller Zuversicht, bist Quelle, Phönix aus der Asche, Schöpferkraft, wahrnehmende Instanz, urteilende, wertende, verantwortliche Kraft zu einem neuen WIR…
Text entwickelt als THEO BASIC (7) für THEOGRAPHICA

Dienstag, 6. März 2012

(6) Theosophische Einaxierung

Leben auf den Punkt gebracht kommt aus der Unendlichkeit. Als Ereigniskette gleicht der Fluss dem Tropfen, wird die Vielheit zur Einheit. Wahrnehmung theosophisch einaxiert verdichtet den Zeitfluss auf das Jetzt, Hier & Allerorts. Der unendliche Zahlraum gestaltet sich zur Einheit X (10) Alles-Nichts. Das Leben zeigt sein wahres Gesicht: als Puls der Unsterblichkeit. Geburt und Tod überlagern sich, werden zu Wesenheiten gegenseitiger Befruchtung, zeugen Töchter, Söhne, Mütter und Väter, werden wieder Eins und Keins. Getrenntsein oder Einssein sind einzig und allein Aspekte der Wahrnehmung. Denn alles ist Berührung, Vereinigung, Hochzeit, Miteinander, Wir-Puls, ewiges Leben…


Text entwickelt als THEO BASIC (6) für THEOGRAPHICA

Montag, 5. März 2012

(5) Der Spiegeltropfen

Es geht um das Selbst-Sein, um den Spiegel, um den Sohn in Dir. Um das Abbild, um den Licht-Tropfen, das Feuerwasser, das Quantum Quanta, die Lebenszelle, den in Reihe geschalteten Punkt, die endlose Lebenslinie in Dir ...


Es geht um das ZWISCHEN, das vermttelnde Etwas, das Sowohl-als-auch, die gegenseitige Berührung, das Symbol des Kreuzes, die schmerzlos liebevoll berührende Kreuzung der Axen S &  W. Das A erkennt sich im O, der Sohn sich im Vater, die Tochter in der Mutter sich wieder.


Wahrnehmung als Spiegel zwischen dem Innen und Aussen, zwischen dem Traum und seiner Wirklichkeit. Der erkennende, sich offenbarende Geist als das lebendige Paradoxon des Tochter-Sohnes. Das Wir zwischen mir und Dir.


David McLion

Sonntag, 4. März 2012

(4) Ewiges Wachstum in Wandlung und Wiederkehr

Wachstum ist vieldimensional. Wachstum geht nicht nur in die Breite oder in die Höhe. Wachstum geht vielmehr aus sich heraus und wieder zurück in die Tiefe ewigen Seins. Wachstum ist ein Prozess des Pulsierens, der Lust, der Neugierde getrieben von Ehrgeiz, Wettbewerb oder Überleben wollen.

Wachstum hat keine Grenzen, so wie der Fluss keine wirklichen Grenzen hat. Denn Wachstum ist begründet in der 4. Dimension der Zeit, des ewigen Wandels und der Wiederkehr. Wachstum kommt aus dem gewaltigen Druck des Lebenswillen heraus. Und endet garantiert im Wechselspiel mit dem allmächtigen Sog, der alles ausbremst, was das Soll übersteigt.

Die Kräfte beugen sich, nehmen ab, lassen los, fallen zurück in die Unterwelt, da wo sie ihren Ursprung haben. Wenn die Ufer zu breit werden, der Wasserspiegel sinkt, die Dämme brechen, der Nachschub auf sich warten lässt, der Kanal die Neigung nicht mehr auszugleichen vermag, dann versinkt das Leben im Sand... mit dem Ziel, sich wieder in der Tiefe zu versammeln.

Wüsten werden durchweicht, trocknen aus, doch das Leben ist nicht wirklich gefährdet. Im Sammelbecken der Zeit wartet es geduldig auf seine Wiederkehr, erhöht den Druck, bricht die Kruste schliesslich wieder auf, kommt ans Licht wahrnehmbaren Lebens... um in Wiederkehr über sein Selbst hinauszuwachsen...

David McLion

Samstag, 3. März 2012

(3) Zeit-Zahl-Mäander


Panta rhei – alles fliesst – wohin? Was macht den Fluss aus?  Was kann fliessen?  Mit eben welchem Ziel?
Der Fluss und die Zeit sind eins. Doch gibt es auch ein Gezeiten-Meer? Ein Sammelbecken der Zeit aus dem sie immer wieder als Zeit-Quell sich zyklisch ergiesst? Als Lebensquell sich mäandisch ausrollt in ihr Zeitquellenmeer?
Zeit ist unerschöpflich. Zeit ist Überfluss. Wer Zeit einengen will, platzt bald aus allen Nähten. Denn Zeit will gelebt werden. Als Zahl. Einzigartig.
Zeit ist überall. Zeit überwindet keinen Raum. Zeit ist Wegstrecke und Ziel zugleich. Wer in der Zeit lebt, hat sein Ziel schon erreicht. Wer Zeit ist, ist unsterblich. Wie der Fluss, solange er fliesst.
Doch selbst wenn er im Sande versiegt, so geht er nicht wirklich verloren. Denn mit der Zeit wird er wieder ans Licht kommen. Weil Fluss, Zeit, Zahl und Leben eins sind. Bis in die Unendlichkeit.

David McLion

Freitag, 2. März 2012

(2) Über die Macht der Wahrnehmung...


Raum und Zeit, Unendlichkeit - all dies sind Begriffe, die eher den Modus Verstand ausschalten... und damit vom Glauben-müssen abhängig sind. Doch leben wir zwischenzeitlich in einer Gesellschaft mit hohem Aufklärungsanspruch, in der bereits das Fernsehen räumliche Dimension angenommen hat. Man will rundum sehen was Sache ist. Gott ist da bei vielen Wahrheitssuchenden in weite Ferne gerückt...

Aufgrund wissenschaftlichen Fortschritts kommen uns fernste Galaxien immer näher. Wir fragen danach, wie das alles so präzise miteinander funktioniert, suchen nach Modellen, bewegen uns in einer pragmatischen Welt des Wissenwollens. Doch je mehr wir uns über den Verstand einigen können, desto weniger hat der Glaube zu melden.

Wer die unzähligen Versionen der Schöpfungs-Wahrheitsansprüche miteinander vereinen will, dem bleibt nichts anders übrig, als dem Hang nach präziser Darstellung und Wahrnehmung nachzukommen. Und Termini zu entwickeln, die möglichst keine inneren Bilder entstehen lassen, welche vorgeprägt sind vom kirchlichen Anspruch der Wahrheit aus dem Glauben.

Erst wenn der Glaube aus dem Wissen kommt und das Wissen zu dem wird, an das wir zutiefst glauben, dann kann der Streit um des Kaisers Bart ein Ende finden.

Gemeinsame ganzheitliche Wahrnehmung ist gekoppelt an Gestalträume gemeinsamer Vereinbarungen. Solches sind Modelle über die wir uns einigen können - unabhängig von Kulturkreis und Bildungsgrad. Denn ein Viereck oder ein Würfel sind beispielsweise Formen, über die rasch Einigkeit erzielt werden kann.

Alles ist Veränderung, nichts IST - alles WIRD...  in diesem Kontext sprechen wir von einem Raum zyklischer Veränderug, der von einer beobachtenden Instanz nur mit der Fähigkeit einer Wahrnehmungs-Dynamik erfasst werden kann. Raum und Zeit sind miteinander gekoppelt, was soviel bedeutet, dass ein Raum, in den wir die ganze Welt reinpacken wollen, quasi jeden Augenblick sich neu erfindet.

Also sollten wir nach Wegen suchen oder nach einer Perspektive Ausschau halten, die es ermöglicht, gleichzeitig aus verschiedensten Standpunkten wahrzunehmen. Es gilt das Auge des Betrachters so zu schulen, das er gleichzeitig von oben, von der Seite, von unten, von innen wie von aussen etwas beurteilt.

Nehmen wir ein Quadrat: von der Seite gesehen könnte es sich auch um einen Würfel handeln - von innen gesehen um einen Raum, geschlossen oder offen...  und in diesem Raum könnte sowohl das völlige Chaos herrschen als auch buchstäbliche Ordnung - je nachdem wir Gesetze erfassen oder nachvollziehen können.

Einen Kreis oder ein Viereck kann sich jeder genau vorstellen. Allein diese Betrachtungs-Variablen gilt es zu schulen. Alldimensionale Wahrnehmung ist das Ziel der Theographie. Sie ermöglicht individuelles Sehen im Modus “Sowohl als auch”, entschärft den Anspruch auf Recht haben wollen, relativiert das Absolute.

Alldimensionale Wahrnehmung ist das Sehen aus dem ZWISCHEN der Wahrheitsansprüche, das Erfassen aus der ewig bewegten Standpunkt-Schleife des “Hin und Her - Vor und Zürück - Auf und Ab” zwischen dem Einen & Anderen. Diesen Raum gilt es auf gemeinsame Nenner zu bringen: als Strecke zwischen A & O mit einer Betrachtungs-Vielfalt von Ereignissen...  oder in theosophischer Einaxierung als Punkt-Dynamik AMO.

David McLion

Donnerstag, 1. März 2012

(1) Am Anfang ist Raum, Zeit, Zahl & Wahrnehmung...


Wahrnehmung bedingt Unterscheidung oder Differenzierung zwischen dem Einen &  Anderen zB. Licht und Schatten, Tag und Nacht, laut und leise, warm und kalt, klein und gross, leicht und schwer, viel und wenig. Damit ist auch die Zahl existent: von Eins bis Unendlich oder von Eins bis Alles… aber auch Keins.
Wahrnehmung von Aussen ist Sehen,  Wahrnehmung von Innen ist Fühlen. Wahrnehmung lässt die Welt entdecken. Wahrnehmung macht neugierig. Wahrnehmung macht kreativ. Wahrnehmung lässt die Welt gestalten.
Differenzierte Wahrnehmung aber generiert auch Unzufriedenheit. Sie lässt Macht und Ohnmacht entstehen. Ohnmacht wiederum ist der Auslöser von Zweifel, Angst, Sorge wie auch von Hoffnung und Zuversicht.
Am Anfang ist Jetzt & Hier & Allerorts: das ist der Punkt, der eine Linie ist – das ZWISCHEN dem Einen &  Anderen. Der unendlich-endliche Zeitraum “Quantum-Quanta”. Das Sowohl als auch. Das Und-Oder. Die in Trennung lebende Einheit. Das Unsichtbare und das Sichtbare. Der Körper als das Begreifbare. Der Geist als die Verbindung mit dem Unsichtbaren. Die Seele als das Eine-Etwas auf der Suche nach dem anderen Etwas und dem Ziel sich zu verbünden zum Grossen und Ganzen.
Der wahrnehmende Geist als das mediale ZWISCHEN. Ohne diese Wahrnehmung der Einheit entsteht Sinnlosigkeit, Vereinsamung, Rückzug, geistige Armut, Resignation. Beginnen wir dieses ZWISCHEN als das eigentliche Leben zu verstehen. Die Verbindung des WIR zwischen Dir & mir:
Das Netzwerk-Kraftfeld gegenseitiger Verantwortung. Das Hinauswachsen über das Eine-Selbst in ein Eins-Sein-Selbst. In berührendem Miteinander. Gemeinsam eigenständig. In Verbundenheit getrennt. In Liebe auf Distanz. Nicht verklumpend, sondern einander Freiheit schenkend. Im freien Spiel der Kräfte. In geschlossener Offenheit – oder in offener Geschlossenheit.
Das was das Leben ausmacht:
  • sehen können was nicht ist;
  • spüren wollen was da ist;
  • vertrauen auf das was unsterblich macht.
Die Macht der Wahrnehmung…


David McLion

Dienstag, 23. August 2011

Über Symmetrien, Selbstsucht und Selbsterkenntnis

Ein Wegwerfleben bietet sich an... Deins?



Dieser Beitrag ist der «33», dem Spiegelkreuz gewidmet. 

Die Aufgabe dieser beiden Spiegel - des Lotrechten oder Aufrechten und des Waagerechten oder Horizontalen - ist das Schaffen des Widerspruchs, des Zwiespalts, der Auseinandersetzung, der Aufgabe, eine gemeinsame Sprache zu entwickeln, eines schönen Tages wieder EINSHEIT zu werden…

Ohne ZWIESPALT schaffende Verschiedenheit keine verbindende, wiedervereinende Gemeinsamkeit - ohne Streit keine Versöhnung. ohne Trennung keinen Wunsch nach Rückkehr. Ohne Blindheit keine Wahrnehmung. Ohne Schwarz kein Weiss. Ohne Dunkelheit kein Licht. Alles hat so einen Sinn. Wer das eine nicht erlebt hat, wird das andere nicht zu schätzen wissen (gerade eben kommt die frühmorgentliche Sonne über den Nachbarberg und grüsst durch die Spalten meines Fensterladens, der seit Tagen der grossen Hitze wegen bis auf etwa ein Viertel heruntergelassen ist).


Das ist die Konsequenz und Logik des senkrechten oder lotrechten Spiegels. Er kreiert aus der gespiegelten «2» - (der «22) - dem Schwan - das «Herz des Lebens und der Liebe». Mit der gekreuzten Spiegelung kopfüber - dem anderen Spiegel, der Waagerechten, bekommen wir Gelegenheit, noch eine andere Dimension zu erfahren: den Abstandhalter oder die Verbindung zur Unterwelt*). Der Begriff Unterwelt ist dabei nur bildhaft zu verstehen. Es ist das gespiegelte Reich des Jenseitigen, da wo wir herkommen und wieder hingehen, das ewige Reich der Wandlung in Wiederkehr, das uns immer wieder ins Diesseits schickt, unsere Hausaufgaben zu machen… mit neuen Ideen, die aus dem Wahrscheinlichkeiten-Potential evolutiv in die Wirklichkeit gebracht werden sollen.

Diese Wirklichkeit ist keine getrennte - vielmehr eine zusammenhängende Welt des «Schönen, Wahren und Guten» - in verschiedenen Entwicklungsstufen. Da baut sich eines auf dem andern auf. Bevor das Eine nicht erfüllt ist, im Sinne eines Fundaments, kann das Andere nicht darauf gebaut werden. Vertrauen entwickelt sich ja auch stufenweise. Es ist ein Akt der Sicherheit, der hier vollzogen wird. Das beantwortet auch die Frage nach frühem Abdanken auf der sichtbaren Welt. Da ist aus höherer Sicht ein Fehler unterlaufen und wird mit einem Undo schnell mal wieder korrigiert…

Dafür gibt es bestimmte Muster. Am längsten lebt jemand, der sich nützlich macht - der auf seinem Lebensberechtigungsschein immer wieder einen neuen Vorwand sucht/findet, nicht ganz fertig geworden zu sein. Lebenszeit ist im Grunde genommen Fronarbeit - und es hängt an jedem selbst, was er draus macht. Da kommt mir ein schlauer Spruch aus der Werbung in den Sinn… als Beton als Werkstoff sehr in die Kritik geraten war, liess man sich den Spruch einfallen: «Beton - es kommt drauf an, was man draus macht!»

So ist das auch mit dem Leben… und ein anderer Spruch meldet sich gerade zu Wort: als Coca Cola die PET Flasche unbedingt auf dem Weltmarkt durchsetzen wollte, da hat man doch gleich die Ursehnsüchte des Menschen bemüht und PET ein Wunschtraum-Attribut angehängt, das viele Menschen sich sehnlichst wünschen. Nämlich: Im Vergleich zu schwerem Glas ist PET leicht und unkaputtbar…

Das war und ist in der Tat so. Und aus dem Traum wurde unkaputtbare Wirklichkeit. Heute hat sich PET im Ozean eigene Inseln angelegt, schwimmt und schwimmt über Millionen Jahre… und bald kann sich darauf garantiert auch wieder Leben entwickeln… Algen hängen ja an den Überresten schon dran… und sicherlich gibt es dann für unsere Nachfahren irgendwann auch wieder Landwirtschaft, Ackerbau und Viezucht. So hängt das eine am anderen. Das ist die Schlaufe des Überlebens. Auf den Inseln ist eines sicherlich dann schon mal auferstandene Wirklichkeit: Coca Cola und andere Getränkemarken haben überlebt. Ist das nicht wunderbar…

*) Ich schreibe diese Texte nahezu in Blindenschrift auf meinem iPad morgens, die Augen soweit geschlossen, dass mich nichts ablenkt und ich nahezu meditativ ein Wort nach dem anderen herauslasse. Dabei denke ich nicht nach, sondern lasse es in der Tat fliessen. Früher habe ich ähnlich nachts die Texte zu den Theogrammen geschrieben, mit Rechtschreibfehlern und ohne Punkt und Komma. Das bedingt, wenn ich dann später in die Reinschriftphase komme, dass es da eine Menge zu korrigieren gibt. Gerade eben, als ich bei diesem Satz “den Abstandhalter oder die Verbindung zur Unterwelt” ein “n” einsetzen wollte, passierte etwas, das mir kurz den Atem genommen hat… und das ich mir von einem Computerfreak noch erklären lassen möchte: der Bildschirm wurde schwarz und Google verabschiedete sich mit “Good by Jim oder Jo” - das ging schnell, dass sich dieser Text auf der Mattscheibe zeigte und der Computer verabschiedete sich (fuhr herunter, keine Ahnung wie weit... Wahrscheinlich hatte ich versehentlich eine Kurzwahl erwischt, die den PC in den Tiefschlaf versetzte - (obwohl da unten bei der Taste des “n” keine Taste in Sichtweite ist, die das Herunterfahren bewirken sollte) - denn Word blieb beim Wiederbeleben unversehrt geöffnet - nur das Web hatte sich verabschiedet. Was mich verängstigt hat, ist wieder einmal der Zufall. Zuerst der Sonnenaufgang - und dann die Nacht auf dem Bildschirm. Nein, bisweilen ist es Angst einflössend, wenn man an solchen Texten arbeitet… Nicht vergessen, ich bin kein abergläubiger Mensch und stehe beruflich noch voll im Saft (hoffentlich liesst das keiner…J)

David McLion im Zeichen der 23.

Freitag, 12. August 2011

Lärmfragen oder „Selbstverwirklichung im Strassenverkehr“



Christian Buschan MSc
Mitbegründer der
VITAO ALPEN AKADEMIE


Wir brauchen uns nur umzuschauen und umzuhören: Die Rücksicht auf den Mitmenschen und der Respekt vor öffentlichem und privatem Raum und Besitz schwindet. Der zunehmende öffentliche Lärm ist zugleich Ursache und Folge dieses sozialen und kulturellen Niedergangs.

Ich bestreite, dass es quasi ein Naturgesetz sei, dass Jugendliche Lärm erzeugen "müssen". Flirten und Pla­gieren kann man auch leiser und klüger. Auch ältere Menschen scheinen sich nicht bewusst zu sein, dass nach 22 Uhr niemand auf der Straße hören möchte, wie fein das Entrecôte im "Bären" war. Und die sich dann mit lauten, vom Alkohol enthemmten Stimmen, endlos vor der Haustüre verabschieden. Laute "Musik" oder das Verwenden lärmender Geräte im Freien, die Nacht- und die Sonntagsruhe – dies alles ist zwar ge­setzlich geregelt, aber kaum jemand kümmert sich noch um das konsequente Durchsetzen. Jedes noch so kleine Quartier- oder Dorffest glaubt heute, ganze Ortsteile beschallen zu müssen. Es würde reichen, wenn nur die etwas hören, die vor der Bühne sitzen oder stehen. „Zimmerlautstärke“ bedeutet: Nur die im Zimmer oder Auto Sitzenden können (bei geschlossenen Fenstern) hören, was da gespielt wird. 

Denken wir an Schichtarbeiter/innen und Frühaufsteher: Rund ¼ Million Menschen in diesem Land arbeiten nachts und müssen tagsüber schlafen. Vielleicht sollten wir Nachtruhe und Schlaf zu geschützten Menschen­rechten erklären? Was Übermüdete auf der Straße oder am Arbeitsplatz anrichten, wissen wir. Unnötiger, vermeidbarer oder gar provozierter Lärm und Krach haben etwas Gewalttätiges an sich: Man kann nicht nicht hören! Oder sollen die unter dem Lärm Rücksichtsloser Leidenden dazu genötigt werden, bei geschlos­senen Fenstern zu schlafen, die schönen Abende zu genießen oder zu lesen? Nötigung, also das Dulden von etwas Unzumutbarem, das ich nicht will, ist übrigens strafbar (Art 181 Strafgesetzbuch).  

Das Schweizer Strassenverkehrsgesetz (SVG) äussert sich mehrfach zum Thema „Lärm“ (Art 42 Abs 1): "Der Fahrzeugführer hat jede vermeidbare Belästigung von Strassen­benützern und Anwohnern, namentlich durch Lärm, Staub, Rauch und Geruch, zu unterlassen und das Erschrecken von Tieren möglichst zu vermei­den". Im Art 54 Abs 1 steht: "Stellt die Polizei Fahrzeuge im Verkehr fest, die nicht zugelassen sind, oder deren Zustand oder Ladung den Verkehr gefährden, oder die vermeidbaren Lärm erzeugen, so verhindert sie die Weiterfahrt. Sie kann den Fahrzeugausweis abnehmen und nötigenfalls das Fahr­zeug sicherstellen". Abs 3 wird noch deutlicher: "Hat sich ein Motorfahrzeugführer durch grobe Verletzung wichtiger Verkehrsregeln als besonders gefährlich erwiesen oder hat er mutwil­lig vermeidbaren Lärm verursacht, so kann ihm die Polizei auf der Stelle den Führerausweis abnehmen".

Die Verkehrsregelverordnung (VRV) enthält ebenfalls zwei deutliche Aussagen zum Lärm: "Fahrzeugführer, Mitfahrende und Hilfspersonen dürfen, namentlich in Wohn- und Erholungsgebieten und nachts, keinen vermeidbaren Lärm erzeugen. Untersagt sind vor allem: Andauerndes, unsachgemäßes Benüt­zen des Anlas­sers und un­nö­tiges Vorwärmen und Laufenlassen des Motors stillstehen­der Fahrzeuge; hohe Drehzahlen des Motors im Leerlauf, beim Fahren in nied­ri­gen Gängen; zu schnelles Beschleunigen des Fahrzeugs, nament­lich beim An­fahren; d. fortgesetztes unnötiges Herumfahren in Ortschaften" (Art 33 Abs a-d). Und im Art 42 Abs 4 steht: "Die Führer von Motorfahrrädern haben die Vorschriften für Rad­fahrer zu beachten sowie zur Vermeidung von Lärm die Bestimmungen für Motorfahrzeugführer". Damit dürfte klar sein, dass Ruhe vor jeder Selbstverwirklichung im Straßenverkehr geht – und zwar für alle: Junge, Alte, Migranten, Gäste, Ver­wandte, Freunde. Diese Bestimmungen gelten übrigens rund ums Jahr und in der gan­zen Schweiz!

Die Ortspolizei-Reglemente der Gemeinden  (hier als Beispiel Köniz BE, Artikel 11 und 12) sind meist sehr klar: "Es ist jedermann untersagt, durch sein Benehmen oder mit Geräten, Fahrzeugen, Maschinen und Vor­richtungen Lärm zu bewirken, der durch zumutbare Vorkehren, Anpassung an den Stand der Tech­nik oder durch rücksichtsvolles Verhalten vermieden werden kann". "Lärmende Arbeiten, insbesondere Klopfen von Möbelstücken und Teppichen, Rasenmähen, usw., sind von 20:00-07:00 Uhr und von 12:00-13:30 Uhr unter­sagt". "Es ist untersagt, mit Tonempfangs- und Wiedergabegeräten, Musikinstrumenten, lautem Singen, usw., in Häusern, bei offenen Fenstern oder Türen, auf Balkonen oder im Freien, die Öffentlichkeit unzu­mutbar zu stören". "Der Gebrauch von Lautsprechern an Fahrzeugen ist untersagt: ebenso der Gebrauch von Lautsprechern, die sich störend auf öffentliche Strassen und Plätze auswirken". "Der Inhaber eines Gewerbe­betriebes hat alle dem jeweiligen Stand der Technik entsprechenden Massnahmen zu treffen, um Immissio­nen zu vermeiden". "Lärmende Arbeiten sind, soweit möglich, in geschlossene Räume zu verlegen und sind von 20:00-07:00 Uhr und von 12:00-13:30 Uhr untersagt". Vielleicht sollten wir unsere eigenen Reg­lemente mal wirklich lesen und anwenden…

Es dürfte klar geworden sein, dass zum Beispiel rücksichtsloses "Selbstverwirklichungsgetrommel" – ich schließe ernsthaftes Üben auf Musikinstrumenten ausdrücklich aus! – schlicht nicht in Frage kommt. So wenig wie brüllende Gartenparties, die mit ihrem Lärm bloß die Langeweile der Leute kaschieren. Damit ist eigentlich das Wesentliche klar. Was zu tun bleibt, ist das Umsetzen dieser Vorschriften. Das ist nicht primär die Aufgabe der Polizei. Wenn Gespräche unter Betroffenen jedoch nicht weiterhelfen, so ist das Durchset­zen des geltenden Rechts Aufgabe der Gerichte unter Mithilfe der Polizei. Ohne entschlossene Zivilcourage aller Bürger/innen geht das allerdings nicht.

Doch so weit muss es eigentlich gar nie kommen: Wenn wir einen sozial aufmerksamen, rücksichtsvollen, entschlossenen und vernünftigen Umgang miteinander pflegen, braucht es kaum Polizei oder Gerichte, um mit lästigen Lärmquellen fertig zu werden.